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irene wahle - vision
irene wahle - biografin


 
Unser Leben führt uns mit raschen Schritten
von der Geburt bis zum Tode.
In dieser kurzen Zeitspanne ist es die Bestimmung
des Menschen, für das Wohl der Gemeinschaft,
deren Mitglied er ist, zu arbeiten.

Friedrich der Große 1712-1786


Vision und Motivation

Irene Wahle„Bevor ich laufen konnte, konnte ich sicher schon schreiben und philosophieren“,

denke ich manchmal. Meine tiefe Liebe zum Schreiben, die Suche nach Wahrheit und dem Sinn des Lebens, die Faszination, den Dingen auf den Grund zu gehen und die Frage, was die Welt in ihrem Innersten zusammenhält, gehören genauso zu mir, wie die Luft zum Atmen. Antworten auf meine Fragen finde ich im Menschen selbst. Daher rührt wohl mein nie versiegendes Interesse an menschlichen Schicksalen.
Heute kann ich sagen:
„Ich habe eine Wahrheit gefunden.“
Teil dieser Wahrheit ist für mich die Welt der Geschichten, die, seit wir sie von Generation zu Generation überliefern, unser Innerstes berühren und uns Lösungsvorschläge für unsere essenziellen Lebensfragen schenken.
Meine Spezialität sind Lebensgeschichten.
Bevor ich jedoch das, was schon immer in mir war, ausleben und perfektionieren konnte, mussten mehr als dreieinhalb Jahrzehnte vergehen.
Geboren bin ich am 23. November 1963 in Blankenburg am Harz. Diesem malerischen Städtchen im Herzen Deutschlands mit seinen Menschen, seiner Beschaulichkeit, seiner einzigartigen Lage an dem sich sanft wölbenden Mittelgebirge, dem fast mediterranen Klima und den vielen architektonischen Kleinoden fühle ich mich nach wie vor verbunden.
Mit sechzehn Jahren verließ ich die Heimat, um im Norden Deutschlands neu zu wurzeln und dem zu folgen, was allgemein als Mainstream bezeichnet wird.
Ich lebte, wurde Mutter eines Sohnes und hatte mein Auskommen.
Doch eines Tages, im letzten Jahr vor der Jahrtausendwende, erreichte ich, ausgelöst durch den tragischen Tod meiner Eltern und meine eigene Todessehnsucht, den tiefsten Punkt meines Lebens. Den Tod empfand ich weniger als Bedrohung, sondern als friedvollen Ausweg aus einem Leben, das für mich leer und sinnlos geworden war.
Doch jene Stunden trugen für mich neben allem Leid auch den Samen des Neubeginns in sich. Diese Chance nahm ich wahr und merkte schnell, wie kraft- und machtvoll es ist, das eigene Schicksal, wie immer es auch aussehen mag, anzunehmen.
Obwohl konfessionslos, begab ich mich, ausgelöst durch diese Ereignisse, auf den beschwerlichen Pfad der Suchenden und entwickelte mich im Laufe der letzten zwölf Jahre von der überzeugten Atheistin zu Einer das Göttliche Findenden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse unterstützen mich dabei, mich selbst zu finden und meine lähmende Lebensangst in schöpferische Lebensfreude zu verwandeln. Stück für Stück entwuchs während dieser Jahre meine Berufung meinem Inneren, während ich mich von ungezählten Inspirationen und Zufällen führen lies.
Ein chinesisches Sprichwort sagt:

„Wenn der Schüler bereit ist, wird der Lehrer erscheinen.“

Unzählige Lehrer traten und treten seither in mein Leben, um mich durch ihre Worte und Taten, sowie durch ihr Vertrauen und ihren Glauben zu stärken. Das hat mir geholfen, mich seither von der studierten, technisch orientierten „Staatlich geprüften Betriebswirtin“ in die kunstdarbietende Galeristin, in die ehrenamtlich tätige Hospizbegleiterin, in die schreibende Kolumnistin und schließlich in die selbst kunstschaffende Biographin und Abschiedsgestalterin zu verwandeln.
Obwohl alles zu meinem Weg gehört, empfinde ich die Zeit als Galerieleiterin in der agentur- galerie Rostock
als besonders prägend.
Gefordert und gefördert durch zwei kreative, geradlinige und aufrichtige Menschen, die Architekten Michael Pohl und Silvia Ullrich, lernte ich in der Auseindersetzung mit nationalen und internationalen Künstlern die Welt aus einem neuen  Blickwinkel zu betrachten. Oft ungefragt bekam ich durch die Begegnung mit Kunst, Künstlern und Kunstliebhabern unzählige Antworten auf meine einstigen Sinn- und Seinsfragen. Durch seine wertschätzende Führung, seine empathische Art positiv gewinnbringend zu kritisieren, ermöglichte mir Herr Pohl wichtige Wachstumsschritte, die letztlich auch den Grundstein für mein heutiges freiberufliches Tun legten. Jede Vernissage markierte für sich einen Höhenpunkt. Ob es die Begegnung mit dem Sioux Indianer Stormy Red Door und seinen an Felsmalereien erinnernden Werke waren, eine Ausstellung mit fragilen Glaskunstwerken des englischen Designers Adam Aronson oder die erothischen Werke des Bildhauers Günter Kaden. Verzaubert ob der riesigen Resonanz stand ich inmitten der Magic Moments mit dem Musiker und Fotografen Frank Duval und seiner Frau Kalina Malyoer.
Ein Glanzpunkt gehört jedoch zu meinen absoluten Favoriten: Der Tag, als sich die Tore zur 1. Rostocker Kunstnacht öffneten. Dieses Event war meiner Inspiration entsprungen. Meine Chefs hatten meinen Impuls aufgenommen und unterstützt. Gemeinsam mit anderen Kunstschaffenden des Stadtteils organisierten wir die 1., 2. und 3. Rostocker Kunstnacht.  Ich freue mich, dass mein Baby, dieses wunderschöne Fest, im nächsten Jahr 10 Jahre alt wird.
Die zurückgelegte Wegstrecke mit allen daraus gewonnen Blickwinkeln und Einsichten zwischen den beiden Glaubenspolen helfen mir, mich empathisch in Menschen einzufühlen und sie wertschätzend anzunehmen.
Arbeit ist für mich ein wichtiger, erfüllender Teil meines Lebens, in den ich mein ganzes Leben und meine Erkenntnisse einbringe.
Vielleicht gelang es mir auch deshalb, mich zu einer Vorreiterin in dem mit vielen Tabus belegten Bestattungs- gewerbe zu entfalten. Dabei sehe ich mich in einer neuen vermittelnden Rolle zwischen den Dienstleistenden dieses Bereiches und den Betroffenen und Hinterbliebenen. Gemeinsam mit ihnen plane, entwickle und organisiere ich zu Lebzeiten und im Trauerfall persönliche Abschiedsfeste. Kernstück dieser Trauerfeiern sind exklusive Gedenkreden, die die Persönlichkeit eines Menschen reflektieren und seinen Lebenspfad mit glücks- und leidvollen Momenten nachzeichnen. Ganz wichtig ist mir dabei, die Menschen in den gesamten Prozess einzubeziehen. 
Dabei folge ich meiner Vision:

„Licht in die Dunkelheit der Trauer tragen und den Horizont eines Tabus öffnen, um Interessierte, Betroffene und Hinterbliebene zu unterstützen zu einem natürlichen Umgang mit dem Lebensende zurück zu finden. Mittels meiner künstlerischen Begabungen und Fähigkeiten möchte ich Menschen in ihrer Einmaligkeit wertschätzend gedenken, ihnen für ihr Dasein danken. Jeder von mir organisierte Abschied soll eine kunstvolle Gestalt bekommen. Wie das Leben selbst soll das letzte Fest wie ein letzter Spiegel gelebten Daseins sein und neben der Trauer auch anderen Stimmungen Raum geben: Momente der Lebendigkeit, Leichtigkeit, Nachdenklickeit und Besinnlichkeit. Besondere Orte und die persönliche Gestaltung, in Geschichten, Gesang, Gedichten und Ritualen sollen dazu beitragen, Geist und Persönlichkeit eines Menschen lebendig werden zu lassen.“

Die Reflexion in und mit den mittlerweile 190 menschlichen Schicksalen ließen in mir zwei Wünsche reifen: „Ich möchte mich in der Kunst des Schreibens vervollkommnen. So wie ein guter Edelsteinschleifer die hohe Kunst des Facettenschliffs lernt, so möchte ich lernen, am geschriebenen Wort zu schleifen, bis die ganze Lebensgeschichte wie ein Kronjuwel in der Sonne glänzt. Der erste Wunsch erfüllte sich mir bald in einem Fernstudium für kreatives Schreiben an der Hamburger Fernakademie.
Der zweite Wunsch, geboren aus dem Erleben, dass jedes menschliche Schicksal einzigartige Geschichten in sich birgt, lautete:

„Ich möchte mit meiner Kunst Menschen dienen, die ihr Dasein aus der Rückschau reflektieren wollen, um: ihr Hiersein ein zweites Mal zu kosten, Sinn zu finden, sich mit Schmerzvollem auszusöhnen und die ihre Lebens-Spuren für Kinder, Kindeskinder und die, die noch ungeboren sind, bewahren wollen.
Die Ergebnisse unserer Zusammenarbeit – wertvolle Bücher und gleichzeitig zeitgeschichtliche Dokumente – sollen in Wort und Gestaltung in einem Guss: die Persönlichkeit eines Menschen reflektieren, Freude beim Lesen und Betrachten bereiten, als kostbares Zeugnis Lebensleistung anerkennen, Erkenntnisse und Erfahrungen an die nachfolgenden Generationen weitergeben und dazu beitragen, einen Menschen lebendig in den Gedanken seiner Nachfahren zu halten.“


Der Wunsch war bald Vater des Gedankens. Ein Kunde aus der Agentur-Galerie, die ich einst geleitet hatte, fand diese Idee spontan lohnenswert und interessant.
So arbeitete ich bald an meiner ersten Privatbiographie.
Die, wie durch ein Wunder, genau zu dem Zeitpunkt fertig wurde, als der erste

„Deutsche Biographiepreis“ 2008

vom „Biographiezentrum“ ausgeschrieben wurde.
Voller Hoffnung reichte ich die Lebenserinnerungen ein. Zu meinem Glück gewann ich den ersten Preis für das Buch das jedem Genuss bereitet, der es in die Hand nimmt und mit selbiger über den blauen Leineneinband mit dem großen, geprägten goldenen Kandelaber streicht. Wer dieses Werk aufschlägt, vertieft sich bald ins Lesen und Schauen. Denn auf jeder einzelnen Seite aus wertvollem Papier, davon etlichen auf Kunstdruckpapier für die ganzseitigen Fotographien in Schwarzweiß und Farbe erzählt dieses Buch die eindrucksvolle Lebensgeschichte eines Menschen, der wie jeder von uns seine Herausforderungen bewältigen musste und seine Profession im künstlichen Licht fand.

„Ein Kunstwerk, das von innen heraus zu leuchten scheint […] und das Hans Heckmann ein Denkmal in der Erinnerung seiner Familie setzt“,

wie es in der Laudatio von Dr. Andreas Mäckler heißt.

P.S. Mein Dank gilt allen Menschen, die in mein Leben getreten sind, mich inspiriert, berührt und weitergebracht haben.


P.P. S. Wer mehr erfahren möchte, kann gern in meinem Profil auf Xing, einem Netzwerk für Geschäftskontakte, lesen:

https://www.xing.com/profile/Irene_Wahle






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